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Hinweise zur Vermittlung

Liebe Interessenten,

an jedem Tier, das wir übernommen haben, hängt unser aller Herzblut und versprechen ihm daher für sein weiteres Leben einen dauerhaften Superplatz, bei liebe- und verständisvollen Menschen auszusuchen, die ihm die nötige Zeit zum Eingewöhnen geben.

Vor Anschaffung eines Tieres sollten Sie sich  einige Fragen beantworten:

  1. Habe ich genügend Zeit für das Tier? Ein Hund braucht je nach Rasse täglich genügend Auslauf.
    Auch Katzen, Hasen, Vögel etc. brauchen Ansprache.
  2. Ein Tier lebt in der Regel 15 Jahre (Katzen bis zu 20 Jahre, Vögel ca. 10 Jahre, Papageien bis zu 75 Jahre) und kostet daher unterschiedlich viel Geld. Gutes Futter (was schließlich Tierarztkosten spart), Fellpflege und medizinische Betreuung sind ebenfalls nicht billig. Bei Krankheit oder Unfall können sich die Tierarztkosten schnell auf einige hundert Euro summieren. Auch Einschläfern und Entsorgung, evtl. Einäschern kosten  nicht wenig. Das Einkommen sollte daher ausreichend sein.
  3. Tiere sollten nicht nach der jeweiligen Mode angeschafft werden, sondern danach, wie die zeitlichen und örtlichen und sonstigen Gegebenheiten  es zulassen. Ein seriöses Tierheim  berät Sie gerne, ehrlich und kompetent, nimmt ein Tier auch wieder zurück, falls unvorhergesehene Schwierigkeiten auftauchen sollten.
  4. Falls ein Mietverhältnis  vorliegt, sollte die Tierhaltungserlaubnis entweder schriftlich im Mietvertrag vermerkt sein oder vor Anschaffung eines Tieres vom Vermieter eingeholt werden.
  5. Tiere sind leidensfähige Lebewesen, die sich an Sie gewöhnt haben und deshalb nicht wieder ausrangiert werden sollen, wie nicht mehr gebrauchte Möbelstücke bei einem Umzug, deshalb überlegen Sie sich die Anschaffung gründlich und erliegen Sie nicht den Quengeleien der Kinder, die nach 6 Wochen wieder andere Interessen verfolgen und die Betreuung der Tiere dann als lästige Pflichtübung ansehen.


Für die Abgabe eines Tieres stellen wir daher folgende Bedingungen:

  1. Ein Hund wird nicht an Personen gegeben, die ganztägig berufstätig sind, sofern nicht eine weitere, zuverlässige Person im Haushalt lebt, die sich um das Tier kümmern kann. Katzen werden bei ganztägiger Arbeit nur zu zweit oder als Zweitkatze abgegeben.
  2. Tiere werden nicht an Familien mit Kleinstkindern abgegeben. Tiere sind kein Spielzeug und wollen nicht überfordert werden. Besonders Welpen und Babykatzen kratzen und beissen spielerisch und die Kinder haben dann plötzlich Angst und werden meist wieder abgegeben oder weggesperrt, weil der Hund oder die Katze das Kind "beißt".
  3. Tiere werden nicht vermittelt, wenn sie keinen Familienanschluß bekommen, draussen bleiben sollen oder beabsichtigt ist, diese im Zwinger oder Stall unterzubringen.
  4. Bei Vermittlung noch relativ scheuer Tiere ist ein sicher eingezäunter Garten erforderlich.
  5. An Minderjährige werden wir keine Tiere vermitteln ohne dass nicht auch bei den im Haus lebenden Eltern der Wunsch nach einem Tier, mit allen Konsequenzen, vorhanden ist.
  6. Wohnungskatzen werden nur an Personen vermittelt, die einen eingenetzten Balkon nachweisen können. Jede Katze will auch frische Luft und nicht ein Leben lang nur in der Wohnung sein zu müssen.
  7. Tiere werden nicht an Personen, die in Wohngemeinschaften wohnen vermittelt. Die Erfahrung zeigte, dass sich letztendlich niemand dafür verantwortlich fühlt und Tiere sogar zurückgelassen werden beim Umzug.
  8. Tiere werden nur dem Alter des Interssenten passend vermittelt, es sei denn, es leben noch weitere Verwandte im Haushalt, die sich auch zuverlässig um das Tier kümmern und es gegebenenfalls auch übernehmen.
  9. Tiere werden aus verschiedenen Gründen in der Regel nur im Umkreis von ca. 70 km abgegeben.
  10. Tiere als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke werden nur in Begleitung des Empfängers abgegeben.
  11. Tiere werden nur mit einem Schutzvertrag, der gründlich durchzulesen und einzuhalten ist und nach Vorkontrolle des zukünfigen Zuhauses, gegen angemessener Erstattung der aufgewendeten Tierarztkosten (Impfungen, EU-Pass, Chip, Sterilisation bzw. Kastration, Entwurmung etc.) gegen bar abgegeben.
  12. Sollten unvorhergesehene Umstände die Haltung des Tieres unmöglich machen, darf das Tier keinesfalls eingeschläfert oder weitergegeben werden, sondern muss das Tier ins Tierheim zurück, es sei denn ein von uns wiederum vorkontrollierter Ersatzplatz steht zur Verfügung.


Bitte betrachten Sie diese Vorsichtsmaßnahmen nicht als Schnüffelei (wir stehen aus Zeitmangel sicher nicht mehrmals bei Ihnen auf der Matte), sondern als Fürsorge für das Tier und auch für Sie selbst, damit Sie ein Tierleben lang Freude an ihm haben.