FALL AMOR - Stellungnahme der Hundehilfe-Nordbalaton e.V.
Wir lassen uns unsere Arbeit nicht kaputt machen!
Sehr geehrte Tierschützer,
liebe Vereinsmitglieder, Sponsoren und Interessierte,
wir möchten Ihnen/Euch an dieser Stelle die ganze Geschichte der Verleumdungskampagne von Frau Krisztina Prótár gegen den Tierschutzverein Hundehilfe-Nordbalaton e.V., also uns, erzählen....
Es begann so:
Im Juli 2010 übernahm Frau Prótár den Hund „Amor“ als vorübergehende Pflegestelle. Diese Unterbringung war bereits im Vorfeld von Frau Protár auf die Ferienzeit des Sohnes, die am 1. September endete, beschränkt worden. Mit Beginn der Schule solle der Aufenthalt des Hundes dort beendet sein. Die Begründung hierfür war, dass der Hund ansonsten tagsüber mehrere Stunden völlig alleine und unbeaufsichtigt sei und sich die Familie mit dem Hund überfordert fühle - auch aus finanzieller Sicht.
Frau Prótár selbst hat Amor zum Ferienende an Inga Wagner, die Vorsitzende der Hundehilfe Nordbalaton, zurückgebracht.
Die Unterbringung unseres Hundes bei Familie Prótár war aus unserer Tierschutz-Sicht nicht optimal, dennoch für Amor allemal besser als den ganzen Tag im Zwinger unserer Auffangstation zu sitzen.
Vier Wochen nachdem „Amor“ von den Prótárs wieder zurück zu den Wagners gebracht worden war, ergab sich für uns – und vor allem für den Hund – die Gelegenheit, ihn in die Obhut eines erfahrenen deutschen Tierschutzvereins zu übergeben.
Durch „Amors“ Umzug nach Deutschland erhöhten sich für ihn die Vermittlungschancen enorm, zumal wir doch für diesen Hund ein ganz spezielles Umfeld zu finden bemüht waren.
Bei „Amor“ handelt es sich um einen reinrassigen Louisiana Catahoula Leopard Dog – eine recht seltene Hunderasse mit extremen Anforderungen an den Halter (nachzulesen im Internet). Im nachhinein stellt sich für uns natürlich die Frage, ob Frau Protár den ganzen Wirbel auch für einen unscheinbaren Mischling veranstaltet hätte?
Als Frau Prótár dann einige Tage später die Ausreise des Hundes registrierte, brach über uns und die Tierschützer in Passau die Hölle herein.
Frau Prótár behauptete in allen ihr zur Verfügung stehenden Medien, dass wir ihr und ihrem Sohn den Hund gestohlen hätten. Ihr Sohn sei traumatisiert und seelisch zerbrochen. Der Junge sei krank und läge geschüttelt von Weinkrämpfen im Bett.
Sie beschuldigte unseren Verein zudem Spenden zu veruntreuen. Sie bezeichnete uns als „Verbrecherbande“ und sprach öffentlich Drohungen gegen den Vorstand und Vereinsmitglieder aus. Nicht einmal vor rassistischen Äußerungen machte sie halt.
Sie tat dies nicht nur in ungarischen Internetforen, sondern auch in deutschen und ganz besonders in Facebook. Aber auch das Gästebuch des Passauer Tierschutzvereins blieb nicht verschont. Erstaunlicherweise fand Frau Prótár auch schnell Anhänger, die ihr Tun völlig ungeprüft unterstützten. Eine Welle der Entrüstung wurde von den Protár-Symapatisanten vor sich her getrieben: Gebt dem Kind seinen Hund zurück!
Aber auch von anderen „Tierschützern“, die scheinbar mit Frau Machowetz von der Tierschutzbewegung Ostbayern u. OÖ e.V noch ein Hühnchen zu rupfen hatten, kamen reichlich Anfeuerungsrufe. Man veranlaßte sogar die Veröffentlichung in der BILD-Zeitung. Zwar nur in der Münchener Ausgabe, aber die Meldung schaffte es, eine halbe Seite zu füllen. Die BILD-Redakteurin stieß in dasselbe Horn: Gebt dem armen Kind den Hund zurück! Ungeprüft! Bis zum heutigen Tag hat niemand bei uns nachgefragt, wie die Sache sich wirklich zugetragen hat. Sehr geehrte Frau Redakteurin, in unseren Augen handelt es sich hier um eine journalistische Glanzleistung Ihrerseits! Sie sind einer Verleumdungskampagne auf den Leim gegangen, weil sie die Geschichte nicht nachrecherchiert haben! Aber wen interessierts jetzt noch? Nichts ist so uninteressant, wie eine alte BILD-Zeitung!
Jedenfalls scheint zu diesem Zeitpunkt Frau Prótár noch im Glauben gewesen zu sein, man könne ungestraft Lügen über Mitmenschen in der Öffentlichkeit verbreiten. Sie wurde eines Besseren belehrt, denn wir – der Verein Hundehilfe-Nordbalaton – erstatteten Anzeige gegen Frau Prótár!
Dann kam der Höhepunkt der Racheaktion!
Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gingen diverse anonyme Anzeigen ein. Woraufhin Ermittlungen gegen uns wegen „Spendenbetrugs“ und „Hundehandel“ eingeleitet wurden.
Unsere Bücher wurden geprüft, es gab Anhörungen bei der Staatsanwaltschaft, unsere Auffangstation wurde besichtigt und beurteilt, sogar die Privaträume der Familie Wagner wurden „besucht“.
Diese Wochen und Monate waren sehr nervenaufreibend und arbeitsintensiv für uns. Denn neben den täglich anfallenden Tierschutztätigkeiten mußten etliche Termine wahrgenommen werden, Unterlagen zusammengestellt, Fragen beantwortet und Formulare ausgefüllt werden.
Aber wir haben es geschafft!
Alle Anschuldigungen haben sich als nicht haltbar erwiesen. Bei allen Untersuchungen und Prüfungen durch verschiedene Ämter und Behörden wurden keine Unstimmigkeiten oder gar strafbare Handlungen festgestellt. Ganz im Gegenteil! Unsere Auffangstation wurde gelobt, unsere Vereinsarbeit bewundert und selbstverständlich weiterhin als gemeinnützig anerkannt. Unsere Bücher und Finanzen sind korrekt geführt und einwandfrei.
Wir sind sauber!! Staatlich geprüft!!
Am 22. Februar 2011 fand dann die Gerichtsverhandlung am Gericht des Komitat Veszprém/Ungarn statt: Angeklagt war Frau Krisztina Prótár wegen Verletzung der persönlichen Rechte und Sonstiges (Rufmord und Verleumdung).
Unser Ziel bei dieser Verhandlung war lediglich der Wunsch auf Wiederherstellung unseres guten Rufes. Wir verzichteten bereits im Vorfeld auf eine Schadenersatzzahlung von Frau Prótár – wir wollten lediglich Rehabilitation. Die Familie Protár durch Schadensersatzforderungen finanziell zu ruinieren, war nicht unsere Absicht, trotz allem was diese Frau uns angetan hat!
Und nun sind wir in der glücklichen Lage, verkünden zu können:
Frau Krisztina Prótár hat die Anschuldigungen, die sie gegen uns verbreitet hat, zurückgenommen und zugegeben, dass sie erlogen waren!
Liebe Freunde der Hundehilfe-Nordbalaton,
wir möchten allen, die in dieser schweren Zeit zu uns gestanden haben, von ganzem Herzen danken.
Keiner von Euch langjährigen Freunden und Unterstützern hat uns den Rücken gekehrt.
Ihr habt uns stets vertraut und seid uns nicht von der Seite gewichen.
Danke! Ihr seid wahre Freunde.
An dieser Stelle möchten wir auch ganz besonders Gerda Machowetz (1. Vorsitzende der Tierschutzbewegung Ostbayern u. OÖ e.V., Passau/Deutschland) und Ihrem Team nochmals ganz herzlich für Ihr Vertrauen in uns und unsere Arbeit danken.
Es war ein gutes Gefühl, Sie an unserer Seite zu wissen, liebe Frau Machowetz.
Des weiteren möchten wir noch erwähnen, dass „Amor“ ein ganz besonderes Zuhause gefunden hat. Wunderbare Menschen, die unseren Bub so lieben, wie er ist. Die ihn fordern und fördern und die nicht aus allen Wolken gefallen sind, als der Hund das erste Mal auf einen 2,50 Meter hohen Baum geklettert ist. Schon alleine diese Tatsache ist der größte Lohn für uns, denn ein Punkt geriet bei der ganzen Sache beinahe in Vergessenheit.... nämlich dem Tier zu helfen!
Das war sie, die ganze Geschichte zum „Fall Amor“.
Nicht verkneifen können wir uns einige mahnende Worte an all die Beteiligten, die weder uns kennen, noch wir sie:
Vermutlich handelt es sich bei Ihnen um einsame, verbitterte, neidische und böse Menschen, die ohne Streit nicht leben können. Sie sind keine Tierschützer! Sie sind Menschenfeinde, die Wollust empfinden, wenn Sie anderen das Leben schwer machen können. Ein erbärmlicher, bemitleidenswerter Zustand.
Wir, das Team der Hundehilfe-Nordbalaton e.V., sind mittlerweile wieder zur Tagesordnung übergegangen. Wir machen mit erhobenem Haupt unsere Arbeit!
Es grüßen die Mädels von der Hundehilfe Nordbalaton!
Inga Wagner (1. Vorsitzende)
Jutta Servatius (2. Vorsitzende)
Julia Fischer (Aufsichtsrat)
Dr. Èva Schneider (Aufsichtsrat)
Hier noch der Link zum Gerichtsprotokoll mit deutscher Übersetzung:







